

Immer wieder werde ich gefragt, warum man über mein Leben so wenig erfährt. Genau aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, mein eigenes digitales Portrait in Form einer Webseite zu veröffentlichen. Dazu muss jedoch gesagt werden: Ein Leben auf eine einzige Webseite zu pressen, ist nicht so ganz einfach. Man muss dann leider Dinge weglassen, die man bei ausreichendem Platz lieber erwähnt hätte, wie meinen großen Sieg im Mau-Mau in Norderstedt 1985 oder meinen Fingerbruch von 1987, als ich vom Küchentisch in die Mülltonne stürzte. Aus diesem Grunde beschränke ich mich und achte sorgfältig auf sprachliche Klarheit!
Mein Name ist Lars Schiewe. Ich bin 1,68 Meter groß, 74 Kilogramm schwer und bestehe zu mehr als 50% aus Wasser. Mein Geburtsname lautete einmal anders. Nein, nicht "Anders". Nach meiner Hochzeit im Januar 2010 habe ich den wohlklingenden Familiennamen meiner Frau angenommen. Mit meinen nun 34 Jahren habe ich bereits das erste Lebensdrittel hinter mich gebracht. Ich verfüge über ein Hirn und einen Körper, welche ich häufig auch als Arbeitsgerät verwende. Meine Frau war übrigens ein "gutes Geschäft"! Ich musste nur wenige Ziegen, Schafe und Kamele an den lieben Vater übereignen. Meine kleine Herde konnte sich auch schnell wieder erholen, so dass wir mit unserem Hofe nun wieder ein passables Einkommen erwirtschaften können.
Meine erste urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1976 satt. Das war auch das Jahr, in dem Muhammad Ali erneut Weltmeister im Schwergewicht, und die Zeichentrickserie “Biene Maja“ zum ersten Mal im Deutschen "Farb-Fernsehen" ausgestrahlt wurde. Das herausragendste Ereignis dieses Jahres war jedoch die Gurtpflicht, die in der Bundesrepublik eingeführt wurde. Was in diesem Jahr allerdings sonst noch so alles geschah, das könnt ihr alles später auf Wiki nachlesen...
Ich bin ein gebürtiger Hamburger und tief mit der Stadt verwurzelt. Meine direkten Vorfahren stammen jedoch aus dem Schleswig-Holsteinischen Raum, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, warum ich mich im “Hohen Norden“ so sehr wohl fühle. Kaum einen anderen Lebensort könnte ich mir vorstellen, außer Tokio, London, Paris, Rom, oder so... Castrop-Rauxel und Berlin sind vorerst zum Anschauen aber schon ganz nett...
Mein Sohnemann "Nils Eirik" erblickte im April 2010 das Licht der Welt. Seit diesem Zeitpunkt habe ich eigentlich gar keine richtigen Hobbys mehr, denn meine gesamte Aufmerksamkeit gilt jetzt ganz und gar nur noch ihm. Aber das ist ja anders herum betrachtet auch ein wirklich sehr schönes Hobby! Um Deine Fragen gleich vorweg zu nehmen: Nils geht es gut, er entwickelt sich prächtig. Er hat auch schon zwei Zähne. Krabbeln kann er noch nicht, aber er rollt sich bereits zielsicher durch die gesamte Wohnung. In der letzten Woche hat er mir sogar eine schematische Darstellung eines Siedewasserreaktors gemalt. Und ja - er ist allergisch auf Kryptonit.
Wo wir doch gerade bei den Hobbys waren... Mit meinen Kumpels reise ich jedes Jahr an den Oder-Warthe-Bogen, der auch fälschlicher Weise als "Ostwall" bezeichnet wird. Ich muss das hier so deutlich ausdrücken, da ich sonst wieder bitterböse Briefchen erhalte... Nun ja. Neben der Tiefenentspannung, die wir dort erhalten - und dem deliziösen Essen, dass uns dort serviert wird, nutzen wir diese Zeit besonders, um uns alte Bunkeranlagen aus dem II. Weltkrieg anzusehen. Klingt vielleicht komisch, ist aber total (ent-)spannend!
Mein Freundeskreis besteht überwiegend aus ”Zugereisten”. Da überrascht es auch nicht wirklich, dass es sehr schwer ist, einen ”echten” Hamburger auf der Straße anzutreffen. Aber der Mix aus den unterschiedlichsten Leuten macht Hamburg eben erst richtig interessant!